Hoher glykämischer Index

Mahlzeiten aus Lebensmitteln mit einem hohen glykämischen Index (siehe unten) bewirken eine höhere Ausschüttung von Insulin. Dies hat zur Folge, dass der Abbau von Körperfett gehemmt und gleichzeitig die Neubildung und Ablagerung von Körperfett gefördert wird. Eine erhöhte Insulinproduktion hat zur Folge das der  Appetit steigt und erschwert somit das Abnehmen.

Niedriger gykämischer Index

Mahlzeiten  aus Lebensmitteln von niedrigem glykämischen Index lassen dagegen den Blutzuckerspiegel nur langsam und nicht so hoch ansteigen . Dies hat eine schnellere und länger anhaltende Sättigung zur folge   und einen besseren Abbau von Körperfetts.
Tipps
Der glykämische Index eines Lebensmittels hängt unter anderem auch von seiner Zubereitungsart und der Kombination mit anderen Lebensmitteln ab.. Beispielsweise sind Nudeln “al dente” günstiger als weich gekochte, Kartoffelbrei hat einen höheren GI als gekochte Kartoffeln.
Grundsätzliches zum  Glykämischen Index
Wer nur auf die Glykämischen Index achtet, wird vergeblich darauf warten, dass die Pfunde schmelzen. Alles Fett und Fleisch hat einen tiefen Wert und dürfte also bedenkenlos gegessen werden. Hingegen müsste man auf Kürbis und Rüebli verzichten. Denn diese haben einen hohen glykämischen Index zwischen 75 und 85. Doch es gibt trotzdem keinen Grund, auf diese gesunden Gemüsesorten zu verzichten. Denn diese beiden Gemüse enthalten so wenig Kohlenhydrate, dass man kiloweise davon essen müsste, damit sie den Blutzucker tatsächlich markant beeinflussen würden.

Verschiedene Untersuchungen zeigen zudem, dass der glykämische Index nicht nur bei ganzen Mahlzeiten, sondern bereits beim einzelnen Nahrungsmittel stark schwanken kann. So haben amerikanische Forscher für Spaghetti unterschiedliche Werte zwischen 38 und 61 ermittelt – je nach Kochzeit. Es ist also unklar, ob Spaghetti den Blutzucker eher langsam oder doch ziemlich schnell ansteigen lassen.

Es ist festzuhalten, dass der glykämische Index der Lebensmittel durch ihre industrielle Bearbeitung steigt (Mais 70, Cornflakes 85. Man kann da von ausgehen, dass bei einem glykämischen Index ab 60 der starke Anstieg des Blutzuckers einen Hyperinsulinismus begünstigt. Aus Gründen der Einfachheit sprechen wir in diesem Fall von »schlechten Kohlenhydraten«. Hingegen werden die Kohlenhydrate, deren glykämischer Index höchstens 50 beträgt, »gute Kohlenhydrate« genannt.
Wie man sieht, ist der glykämische Index von Getreide niedriger, wenn die Ballaststoffe erhalten bleiben. Daher ist es ratsam, Vollkorn und Vollkornbrot zu essen, in denen zusätzlich die Vitamine und Spurenelemente erhalten bleiben.
Die Index-Werte von einzelnen Nahrungsmitteln taugen aber meist wenig für den Alltag. Denn sie stimmen nicht mehr, sobald man die bewerteten Nahrungsmittel nicht einzeln, sondern im Rahmen einer Mahlzeit isst. Man kann dies also nur für isoliertes Essen eines Nahrungsmittel allein verwenden.

Wie vermeidet man dann einen schnellen Anstieg des Blutzuckers:

- Planen Sie in Ihr Menu viel Gemüse und Vollkornprodukte ein. Ballaststoffe bremsen den Anstieg des Blutzuckers.

- Reichern Sie Mahlzeiten auch mit Rohkost und Salat an. Gekochtes, Püriertes und Gepresstes lässt den Blutzucker schneller ansteigen.

- Ziehen Sie deshalb auch ganze Kartoffeln dem Kartoffelstock vor. Essen Sie lieber einen Apfel statt Apfelsaft zu trinken.

- Seien Sie sparsam mit Fett. Es bremst zwar den Blutzuckeranstieg, doch es hat viele Kalorien.

- Bewegen Sie sich viel. Dies verstärkt die Wirkung des körpereigenen Insulins und senkt den Blutzucker.

22. Dezember 2009, 21:13 Uhr

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