Serotonin – das Molekül der Gefühle Was ist Serotonin?
Ein Neurotransmitter. Darunter versteht man chemische Überträgerstoffe, die Informationen zwischen den einzelnen Nervenzellen im Gehirn über den synaptischen Spalt hinwegtransportieren. Die Wissenschaft kennt 200 dieser Neurotransmitter, die meisten sind allerdings wenig erforscht. Von Serotonin weiß man: Es ist das Molekül des Glücks, macht ausgeglichen, bremst den Appetit, dämpft Schmerzen und fördert die Libido. Ein Mangel an Serotonin kann zu Antriebslosigkeit, Schlaf- und Essstörungen führen und zu Depressionen. Deshalb gibt es Antidepressiva, die in den Serotoninhaushalt eingreifen. Mittlerweile gängig bei der Behandlung von Depressionen: die so genannten Selektiven Serotonin-Wiederaufnahrnehemmer (SSRI). Wirkstoffe, die die Konzentration von Serotonin im synaptischen Spalt zwischen den Nervenzellen ansteigen lassen.
Wann entsteht Serotoninmangel?
Durch negativen Stress oder wenn der Körper zu wenig Licht abkriegt, geht dem Organismus das Serotonin aus. Jeder kennt das: An dunklen Wintertagen fühlt man sich abgeschlafft, die Stimmung ist gedrückt. Der Körper hilft sich in der Regel selbst – durch Heißhunger auf deftigen Schweinebraten, Süßes, Christstollen und Zimtsterne. Warum? Weil Serotonin im Gehirn aus der Aminosäure L-Tryptophan gebildet wird. L-Tryptophan ist in eiweißhaltigen Lebensmitteln wie Rindfleisch, Geflügel, Thunfisch, Hülsenfrüchten, Milch, Hüttenkäse enthalten. Ein bisschen was steckt auch in getrockneten Datteln und Bananen. Und die Lust auf Süßes, vor allem in der lichtarmen Zeit, liegt ebenso am Serotonin. Denn Zucker, Kohlenhydrate, fördern die Bildung des Neurotransmitters für Glück.
Was erhöht den Serotoninspiegel noch?
Jeder Spaziergang an der frischen Luft stimuliert die Serotoninproduktion.
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