Bei der Zitronensaft-Kur wird täglich der verdünnte Saft von drei bis sechs Zitronen mit zirka 18 Löffeln Ahornsirup (hoher Zuckergehalt) und etwas Cayennepfeffer getrunken. Mindestens zwei bis drei Liter pro Tag sollen getrunken werden. Magen- und Darm-Beschwerden können durch die ungewohnte Säurezufuhr auftreten. Die Gewichtsreduktion erfolgt lediglich durch die vermehrte Wasserausscheidung. Das Ziel der Kur ist die Normalisierung des Stoffwechsels.

Dauer der Anwendung nicht auf Dauer anwendbar.

Mangel- Risikonährstoffe -Wirkstoffe:alle

Ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar
Nein. Bei der Zitronensaft-Kur werden absurde Thesen aufgestellt, die keinen wissenschaftlichen Bezug aufweisen. Geradezu gefährlich ist die Aussage, dass untergewichtige Personen mit Hilfe der Zitronensaft-Kur sogar zunehmen sollen. Auch die Annahme, dass Ahornsirup sämtliche Vitamine und Mineralien enthalte, ist wissenschaftlich nicht zu vertreten.

Ernährungsmedizinisch sinnvoll
Nein. Aus ernährungsmedizinischer Sicht ist von der Zitronensaft-Kur abzuraten, da die äußerst geringe Kalorienzufuhr von 200 Kilokalorien fast ausschließlich in Form von Kohlenhydraten zugeführt werden und die Kur somit extrem einseitig ist. Durch den Muskelabbau tritt schließlich der Jo-Jo-Effekt auf.

Fazit Die Durchführung der Kur ist einfach, aber gesundheitsgefährlich. Ein Lerneffekt tritt nicht ein. Tipps zur sportlichen Betätigung fehlen

22. Dezember 2009, 20:34 Uhr

 

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